Girokonto: Schufafrei ist oft sehr teuer

Schufafreie Girokonten werden immer bedeutsamer: Da die Zahl der Verbraucher mit einer negativen Zahlungshistorie steigt, wächst auch der Bedarf nach Lösungen im Zahlungsverkehr, die auch ohne die sonst übliche Prüfung der Auskunftei-Datenbanken erhältlich sind. Die wachsende Nachfrage hat sich ihr eigenes Angebot geschaffen und so eine Lücke geschlossen. Nach wie vor aber nehmen schufafreie Konten eine Sonderstellung im Markt ein. Ihr Preis liegt deutlich über denen gewöhnlicher Konten.

Während Verbraucher mit guter Bonität speziell bei Direktbanken so gut wie gar keine Gebühren mehr für Konto, Karte und Co. zahlen müssen, fallen bei Angeboten ohne Schufa schnell einige hundert Euro im Jahr. Das Girokonto ohne Schufa der Wirecard-Bank etwa kostet 40 Euro Eröffnungsgebühr sowie eine monatliche Grundgebühr in Höhe von 10 Euro. D

azu kommen verschiedene nutzungsabhängige Entgelte für Barverfügungen und Überweisungen. Verbraucher sollten deshalb versuchen, trotz eines negativen Schufaeintrages an ein gewöhnliches Girokonto zu gelangen. Dies ist bei Sparkassen sowie größeren Filialbanken durchaus möglich. Direktbanken, die Antragsteller in einem Vorauswahlverfahren ausschließlich auf der Grundlage der Schufa-Daten prüfen, eröffnen hingegen in der Regel kein Konto.